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Zitat , pars pro toto , Metonymie , Katachrese :

Wo Erkennen nur als Wiedererkennen möglich ist , begegnen auch die Chiffrenschriften der ( popularen ) Kultur als Kürzel an den Häuserwänden . Ohne Kolo Mosers “VER SACRUM” im Bildgedächtnis , bliebe die Begegnung mit der wildrosenlockigen stencil- Schönen zwar zweifellos ein Ereignis …. wenngleich eventuell etwas zweidimensional .

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( stencil Ver Sacrum , 1070 Wien )

Kolo_Moser_Ver_Sacrum

( Kolo Moser , VER SACRUM , um 1901 )

Kulturelles Framework als Rahmen- Handlung für das Anbringen von Writings on the Wall , welche in ihrer mitunter minimen Abwandlung des Bekannten nicht notwendig decodierbar sind .

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( stencil Rahmenhandlung , 1070 Wien )

Das kulturelle Kürzel ( die “Ikone” ) wird durch Hinzufügung zusätzlicher Abbreviaturen schlechthin enigmatisch . ( Wer mehr weiss , mag’s melden . )

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( stencil Frankenstein , 1030 Wien )

Nur auf den ersten Blick scheint als Verzicht auf explizite Autorschaft , …

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( stencil Nofretete , 1070 Wien )

… , was sich in punktuellen Zugaben als gezeichnet manifestiert . -

Wer weiss , der weiss : Sind’s viele , sind’s wenige nur ?

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( stencil Betty Baloo , 1010 Wien )

Aura geschieht - auch ohne Signatur .

Stencil_Pippi_Langstrumpf_copyright_christiane_zintzen

Was nach- folgende Vereinnahmungen -

Stencil_Pippi_Langstrumpf_copyright_christiane_zintzen

( stensil Pippi Langstrumpf , 1070 Wien )

nenne man sie nun aggressiv oder poetisch - nicht hindert .

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( stencil Modern Stalking , 1070 Wien )

Stets sind wir dem “Sinn” hinterher -

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RELATED

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KLANGAPPARAT

In den KLANGAPPARATEN folgt dieser Tage ein Mini- Portrait des Hamburger Netlabels plainaudio , wo wir nach längerem Suchen im Netz endlich czz-hoerempfehlungwieder straighte und smarte Beatz eines gewissen Härtegrades entdeckt haben : “plain” eben , wie’s der Name sagt . Gestartet hatte man 2001 mit reiner Nachtarbeiterware auf Vinyl , Kategorie “drums n’bass” . Mittlerweile hat sich das Quellgebiet auf “electronica” und “experimental” erweitert und mit diesen der Sog zum Netz . - Heute greifen wir tiefer in die Zeitkiste , um Label- Frontman Iaka ( hier : Q | A - Portrait ) höchstpersönlich vorzustellen . Äussere Signatur bleibt der schlagende Name , welcher auch zweieinhalb Jahre nach der Erstveröffentlichung der EP in nervösem Breakbeat hät , was er verspricht : “Es rappelt im Karton” ( pp020md ) . Nicht zweimal sagen lassen . - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rumpelkiste | 02. Zappenduster | 03. Noloop |||

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Henryk M. Broder - eine Heimsuchung Hildegards von Bingen ?



||| HL. HILDEGARD | DER HILDEGARD- VON- BINGEN- PREIS | POLITICALLY INCORRECT | DIE ACHSE DES GUTEN : NEOCONS AUS DEM GEISTE ‘68 | KEIN SCHWEIN | … UND DIE HEILIGE HILDEGARD ? | KLANGAPPARAT

HL. HILDEGARD

Hildegard von BingenHildegard von Bingen ( ca. 1098 bis 17. 9. 1179 ) : In lexikalischer Verkürzung gilt die Heilige als einflussreiche Mystikerin , deren Visionen in illuminierten Büchern “Liber Scivias Domini” ,”Liber Vitae Meritorum” sowie “Liber Divinorum Operum” ) sowie als Streiterin wider die Verweltlichung des Klerus .

Die Äbtissin des Benediktinerklosters Rupertsberg bei Bingen ist heute noch am ehesten als Autorin der heute von Esoterikern gleichwie von Kulturhistorikern geschätzten natur- und volksmedizinischen Heilbücher “Causae et Curae” bzw. “Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum” ( “Buch über das innere Wesen [ Beschaffenheit und Wesen ] der Heilkraft ) der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen” bekannt sowie für die von ihr überlieferte Sammlung geistlicher Lieder , “Symphonia armonie celestium revelationum” .

Wie mögen all diese aus Brockhaus , Meyer und Wikipedia kompilierte Daten mit dem Umstand zusammen hängen , dass ausgerechnet der bekennende Anti- Islamist, Anti- Zionist , ja bisweilen gar das Provokationsschlachtross eines jüdischen Antisemitismus reitende ex- linke Publizist Henryk M. Broder im Jahr 2008 den Hildegard- von- Bingen- Preis zugesprochen erhielt ?

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DER HILDEGARD- VON- BINGEN- PREIS

Hildegard von Bingen PreisDer “Tagesspiegel” , als dessen stets für kraftige Erregungen dienlicher Kolumnist Broder fungiert , berichtet am 18. 7. 2008 :

Mainz - Der Publizist und Schriftsteller Henryk M. Broder erhält in diesem Jahr den Hildegard- von- Bingen- Preis für Publizistik. Das teilte das Kuratorium des Preises am Freitag in Mainz mit. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz seit 1995 an Journalisten und Publizisten vergeben, “die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben“. Der 61-jährige Broder arbeitet für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und den Tagesspiegel und ist Autor mehrerer Bücher. Er erhält die Auszeichnung am 13. September in Mainz.

Im vergangenen Jahr ging die nach der Mystikerin und Gelehrten Hildegard von Bingen (um 1098 bis 1179) benannte Auszeichnung an den Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, Giovanni di Lorenzo. Zu den bisherigen Preisträgern zählen auch der Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier, der Reporter und Buchautor Peter Scholl-Latour sowie die Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger.

Wir komplettieren in|ad|ae|qu|at die Liste der bisherigen Preisträger :

Maybrit Illner , Claus Kleber , Harald Schmidt , Joachim Kaiser , Joachim Fest , Johannes Gross , Gabriele Krone-Schmalz , Walter Kannengiesser sowie Helmut Markwort . Letzterem - der als alleiniger Preisrichter fungierte - verdankt Broder übrigens bereits den Ludwig- Börne-Preis 2007 . Eine Entscheidung für den “geborenen Polemiker“ [ ? sofern dies ontogenetisch überhaupt möglich ist ? ] , welche Jedem , der auch nur eine Zeile Börne gelesen hat , sofort einleuchtet .

Hilfreich zum Verständnis des Zustandekommens der Kür eines einstmals originellen und streitbaren , mittlerweile allerdings zum unflätigen anti- islamistischen und -liberalen Hassprediger mutierten Publizisten mag dabei sein , dass das Wahlkuratorium des Hildegard- von- Bingen- Preises für Publizistik aus dessen bisherigen Preisträgern besteht . Schlagen wir die Satzung und Begründung des Preises nach , erfahren wir Folgendes :

Der mit 5.000 Euro dotierte Hildegard- von- Bingen- Preis zeichnet ein Lebenswerk oder eine große, umfassende publizistische Leistung aus. Er soll ‘die Pluralität im Chor der Meinungen’ fördern und Frauen und Männer ehren, die ‘nicht ohne Zivilcourage ihr Bild von der politischen, sozialen und kulturellen Welt‘ besonders markant weitergeben.

Gewürdigt wird damit eine herausragende, die Gesellschaft prägende publizistische Leistung.

Dabei verweist die Namensgeberin nicht nur auf den regionalen Bezug zu der den Preis auslobenden Körperschaft, sondern vor allem auf die zu ihrer Zeit Weg weisende publizistische Arbeit der Hildegard- von- Bingen im Hochmittelalter.

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POLITICALLY INCORRECT

PI logoDiese sogenannte “Pluralität der Meinungen” , vorgetragen in beispielloser “Zivilcourage” : Mehr noch in den per Print und im TV unter fremdredaktioneller Aufsicht publizierten Glossen und Suaden lässt sich des Broders Kern in allen Formen des lexikalischen und argumentativen UNTERGRIFFS studieren : Sowohl in Broders eigenem Kollektiv- Blog “Die Achse des Guten” als in dessen Gastkommentaren in Stefan Herres “Politically Incorrect” [ Policy : "Gegen den Mainstream" , "Proamerikanisch und -israelisch" , "Grundgesetz und Menschenrechte" und last , but surely not least : "Gegen die Islamisierung Europas" *] wird mit provokativem Unflat nicht gespart .

[ * Im November 2007 schreibt Stefan Herre : PI sei in den drei Jahren seines Bestehens "zum grössten politischen Blog in deutscher Sprache herangewachsen und informiert derzeit täglich 20.000 Leser. Das hat mir natürlich nicht nur Freunde, sondern auch erbitterte Feinde eingebracht. Aufgrund massiver Morddrohungen gegen mich, meine Familie und sogar meine Eltern, übergebe ich 'Politically Incorrect' an einen neuen Besitzer im Ausland. - Dafür meldet sich Herre per 1. 7. 2008 mit neuer HP und Lincoln Zitat cowboybehütet zu Wort : "Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt ..." ]

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DIE ACHSE DES GUTEN : NEOCONS AUS DEM GEISTE ‘68

Achse des Guten logoIn der WELT hatte “Achse”- Koautor Hannes Stein 2005 sogar die Stirne , das Blog der Seinen

als “Zentralgestirn” der quasi in den Untergrund abgedrängten “Amerikafreunde” zu bezeichnen und die Community der pro- amerikanischen resp. : pro-israelischen Blogger als neues Samizdat auszurufen . So viel Gutheit in einem von Rot- Grün geschürten Klima des Anti- Amerikanismus ?! - Vgl. Dazu Philipp Dudek in der taz : Wohin sind denn hierzulande nur all die streitbaren Freunde der USA verschwunden ? Ins Internet , ach so.

Thomas Rothschild , dem die Aporien der Linken in dern zurückliegenden Jahrzehnten nicht verborgen geblieben sind , steuert eine unauferegte Herleitung der Neocons aus dem Geist von ‘68 anlässlich des Verleihung Börne- Preises an Broder bei :

Der Ludwig-Börne-Preis wird von jeweils einem einzigen Juror vergeben, und das war in diesem Jahr der Herausgeber und Chefredakteur des Magazins Focus, Helmut Markwort, dem man gewiss nicht zu nahe tritt, wenn man ihn als ausgewiesenen Verfechter eines militanten Konservatismus charakterisiert. ( …. )

Als ich Henryk M. Broder vor knapp 40 Jahren kennen lernte, trat er als wohltuend frecher, gescheiter Provokateur auf, der formidabel in die Landschaft der 68er-Rebellion passte. Er liebte es, Tabus zu brechen, vor allem die herrschenden Tabus der restaurativen Gesellschaft, in der sich alte Nazis ungeniert breit machten und Spießer das Sagen hatten. ( … )

Inzwischen aber hat sich in Broders Kopf ein bemerkenswerter Wandel vollzogen. Es existiert ein weit über Broder hinausgehendes Phänomen, das der genaueren Untersuchung bedürfte. In den Jahren des Nationalsozialismus, aber auch schon davor, gab es unter jüdischen Intellektuellen eine Tendenz, mit der Linken zu sympathisieren, ja in kommunistische Parteien und andere Organisationen der Arbeiterbewegung einzutreten, weil diese die konsequentesten Gegner der Nazis waren und somit auch des Antisemitismus unverdächtig zu sein schienen. Als dann der lange verdrängte Antisemitismus in der Sowjetunion und - im Zusammenhang mit dem Rajk- oder dem Slánsky-Prozess - in deren Satellitenstaaten erkennbar wurde, als sich zudem im Kalten Krieg die ursprünglich positive Haltung der UdSSR gegenüber Israel zu einer antizionistischen Position umzukehren begann, gerieten viele von diesen Juden in einen Loyalitätskonflikt.

Solch einem Konflikt ist Broder offenbar erlegen, als er in seiner deutschen Umgebung den “linken Antisemitismus” zu entdecken meinte. Nun wäre es borniert, wollte man leugnen, dass es auch unter Linken antisemitische Ansichten und Äußerungen gibt. Aber für Broder wurden sie - ungeachtet des ungebrochenen Einflusses alter und neuer Nazis - zum zentralen Objekt seiner Angriffe. Als er dann bald zur Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus gelangte, war es nur noch ein kurzer Weg zum Vorwurf des “jüdischen Antisemitismus” gegenüber Juden, die seine Einschätzung der Politik Israels nicht teilten. ( … )

Aber warum muss die Ablehnung des Antizionismus einhergehen mit einer bedingungslosen Apologie des Kapitalismus, den Broder in seiner Jugend durchschaut hatte? Warum muss sie einhergehen mit der Befürwortung sozialer Kälte, dem Kotau vor den USA und der Hetze gegenüber dem Islam? Gewiss wurden diese Begleitmelodien nicht in Hinblick auf den Luwig-Börne-Preis intoniert. Aber sie dürften ganz wesentlich dazu beigetragen haben, die Zuneigung von Helmut Markwort zu erobern. Die Zuneigung des Focus-Chefs für einen Mitarbeiter des konkurrierenden Spiegel immerhin. ( … )

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KEIN SCHWEIN

Aus der Perspektive einer jüngeren Generation sah dies die Netzzeitung schon etwas gelangweilter:

Und auch in der Vision von einem Islam-beherrschten Europa der Zukunft fällt ihm außer den zu erwartenden Verboten von Schweinefleisch, Sexkinos und Bikinis nichts ein. Ja, der Islam, im Moment entzündet sich hier sein Furor. Eine seiner Lieblingsgeschichten: Britische Banken haben keine Sparschweine abgeschafft aus Rücksicht auf Moslems! Die Story, die 2005 durch englisch-sprachige Medien geisterte, war eine schlichte Ente, vom australischen Fernsehsender ABC längst enttarnt.

Broder hat damit auch das kommerzialisierte Weblog ‘Die Achse des Guten’ bestückt, das er mit dem Autorenteam Maxeiner & Miersch betreibt. Die Achse trägt akribisch zusammen, was die katastrophalen Folgen von Gutmenschentum und Political Correctness für die zivilisierte Welt beweist. Die wirklich «Guten» munitionieren sich hier für ihre Schriften. Aktivster Sammler: Hendryk M. Broder.

Lassen wir die mit allen Mitteln der gegenseitigen Verstänkerung betriebene Privatfehde zwischen dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier ( 1 , 2 , 3 ) und der Fraktion “PI- DADG- Broder” ( 1 , 2 - Nachdruck bezeichnenderweise in der WELT , 3 ) als Profilierungsduell beiseite .

Auf ästhetisch wie intellektuell höchst differenten Niveaus beobachten Seiten wie “Der Spieglefechter” ( “Rechtspopulisten unter sich” , “Tabubruch reloaded” oder Erhard Arendts “… selber schuld , wenn Sie so schreiben Henryk M. Broder !” Broders ( blog- ) publizistische Umtriebe . Auch Thomas Knüwer ist in anderem Zusammhang die “sinkende Schamgrenze” Broders aufgefallen .

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… UND DIE HEILIGE HILDEGARD ?

Hildegard von Bingen Liber Divinorum OperumWarum allerdings ein Publizist , dessen ( satirisch getarnten ) Tiraden regelmässig weit unter die Gürtellinie greifen - so wird aus Jürgen Todenhöfers Versuch , den Irak- als Angriffskrieg vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen bei Broder die “Achse des Guten“- Schlagzeile : “Hodentöter will es wissen” , Sefan Niggemeier wid abwechselnd als “Schweinchen Schlau” , “die Laus die brüllte” tituliert .

Warum ein Journalist , welcher derart regelmässig mit faulen Eiern wirft , ausgerechnet mit dem nach einer grossen Ethikerin und Heiligen benannten Preis ausgezeichnet werden sollt , ist kein , sondern nimmt Wunder .

Vielleicht lässt sich da nur in Hildegards eigenen Worten replizieren . In der Sammlung “Heilwissen” schreibt sie “Vom Wasser” :

… Sumpfwasser, wo auch immer auf der Erde es sei, ist ganz wie Gift; denn es hat in sich die werthlosen und schädlichen Feuchtigkeiten der Erde und den giftigen Geifer der Würmer. Dies ist ganz schlecht zum Trunk und überhaupt zum Gebrauch der Menschen und kann nur zum Waschen dienen, wenn man es hierzu nehmen muss. Wer es aber aus gänzlichem Mangel an anderm Wasser trinken will, muss es vorm Genuss erst kochen und dann abkühlen lassen;

P. S. Ob die Auspreisung etwas mit Broders jüngster Konversion zum Islam ( ! ) zu tun haben könnte ? - Weiss der Teufel !

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KLANGAPPARAT

Lange vernachlässigt , endlich wieder zurückgefunden : Das japanische Netlabel BUMP | FOOT ( dessen generischem Splitmodell seither viele czz-hoerempfehlunggefolgt sind ) bringt mit “Tuesday Morning Huricane” eine ebenso nachdenkliche wie kraftvolle Vexation in die tristen Kulissen dieser sommerlichen Regentage . Instrumental International für Fortgeschrittene - mit selten geglücktem Einsatz digitaler Streicher . Schöpfer dieser Sounds einer urban tristesse mit sanften Achtziger- Alusionen ist Jupiter Makes Me Scream aka Kafka aka Karolis Buržinskas aus Litauen , der - tröstlich genug - Musik auffasst als eine fortschreitend zu erkundende “science of soul” . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Alinai ( 3:16 ) | 02. Picture ( 2:03 ) | 03. Routine ( 3:28 ) | 04. Sunshine Radio ( 3:52 ) | 05. This Girl ( 2:24 ) |||

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Saul Steinberg : Subtile Sensationen ( Grand Tour virtuelle , Etappe 1 )



||| GRAND TOUR VIRTUELLE : EXHIBITIONS SUMMER 08 | ETAPPE EINS : SAUL STEINBERG IN PARIS | THE NEW YORKER | EMPFEHLUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

GRAND TOUR VIRTUELLE : EXHIBITIONS SUMMER 08

And here we go mit in|ad|ae|qu|ats kleiner Grand Tour durch einige Ausstellungen dieses Sommers . Deren gemeinsamer Nenner darin besteht , dass sie an jenen anderen Orten der Echtwelt sich befinden , welche uns im Real Life derzeit leider unerreichbar sind . The grass is always greener at the other side of the fence . Nun , so übergehen wir den Zwischen- Raum hiermit eben virtuell .

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ETAPPE EINS : SAUL STEINBERG IN PARIS

Girl in Bathtub 1949 The Saul Steinberg Foundation

( Girl in Bathtub , 1949 - The Saul Steinberg Foundation )

Noch bis zum 27. Juli sind in der Pariser Fondation Henri Cartier- Bresson über 100 Grafiken des zeichnenden Poeten Saul Steinberg ( 1914 -1999 ) zu sehen . Der Wiedererkennungswert der vor allem im New Yorker publizierten Zeichnungen ist hoch , nichtsdestoweniger derjeniger der - wie auf dem berühmten Portrait der österreichischen Magnum- Photographin Inge Morath in personam festgehaltenen - Masken . Die Ausstellung war zuvor bereits in der New Yorker Morgan Library und zieht dann weiter ins Kunsthaus Zürich ( 22. 8. bis 2. 11. 2008 ) , wo man bereits eine feine ( Presse- ) Bilderseite vorbereitet hat . Ein dritter europäischer Ausstellungsort soll noch bekannt gegeben werden.

The Saul Steinberg Foundation

Die beste Biographie des nahe im rumänischen Rimnicu- Sarat als Sohn eines Buchbinders geborenen Zeichners , der in Bukarest Philosophie und in Mailand Architektur studierte , bietet fraglos die Heimseite der Saul Steinberg Foundation . “Den kleinen Zusatz di razza ebraica im Abschlussdiplom hinter seinem Namen sah er als Warnung” , formuliert die bei Diogenes publizierte Biographie den Anlass , Mussolinis Italien gen USA zu verlassen . Ein Goethe’sches “Amerika , du hast es besser” wollte sich gleichwohl nicht einstellen : Es ist und bleibt der scharfe Blick des Immigranten , der die oft befremdlichen Americana diskret , aber spitz aufspiesst .

Untitled 1948 Beinecke Rare Book and Manuscript Library Yale University

( Untitled , 1948 - Beinecke Rare Book and Manuscript Library | Yale University )

Steinbergs “way of reasoning on paper” ( Steinberg über Steinberg ) scheint nicht wenige Kommentatoren - wie hier Grace Glueck in der NYT - zu einer Art sprachlichen Onomatopoesie herauszufordern :

Cartoonist-artist extraordinaire, he was a veritable Leonardo of graphic drollery. His famous New Yorker cover positioning Manhattan at the center of the world may be his best-known drawing, but he took on everything — Floridians, linguistic concepts, erotica, cowboys, Cubism, nature, architecture and women — with visual puns, manic doodles, grandiloquent calligraphy and other inspired approaches. An irresistible force, he produced no fewer than 87 covers, 333 cartoons and 71 portfolios containing 469 drawings for The New Yorker over six decades, besides hundreds of other works.

Sehr lesenswert dahingegen Ben Davis’ Aufsatz über die Zerisssenheit Steinbergs zwischen Popular- und Hochkultur , kulturindustrieller Professionalität und künstlerischer Aura .

Untitled 1961 The New Yorker July 29 1961

( Untitled , 1961 - The New Yorker , 29. 7. 1961 )

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THE NEW YORKER

View of the World from 9th Avenue 1976 Cover drawing The New Yorker March 29 1976 Saul Steinberg The New Yorker, 1976 03 29, Cover

( View of the World from 9th Avenue , 1976 - The New Yorker , 29. 3. 1976 )

Hier ein Zitat aus dem Nachruf der Zeitschrift , welche mit Steinberg ihren bedeutendsten Künstler verlor :

Syllabically, it can be said that Saul Steinberg was small and graceful, and that his face, in the fifty years he lived in New York and worked for The New Yorker, never seemed to change. ( … ) His burden was to be thought of as a “philosopher of representation” or a “sophisticated commentator on the nature of modernism,” when the truth was that in his drawings he was putting down his perceptions as simply as he could, making a map of his mental landscape as directly as a caveman drawing his bisons, as a child drawing his brown earth and blue skies….“I realized today: the umbrella and the bicycle are the two perfect things that we cannot make for ourselves,” he once said to a friend over the phone. “We know how they work, we follow their operation, they are X-rays of themselves, but we cannot make them, even with effort. Very simple, but we are stumped. So now I realize why the umbrella and the bicycle are so common in modern art. Picasso. Duchamp’s wheel. Leger’s umbrellas. Magritte. It is because this is the only honest review we can give the modern artist: Very simple, but we are stumped.” ( The New Yorker , 24. 5. 1999)

Untitled 1962 The New Yorker November 17 1962

( Untitled , 1962 - The New Yorker , 17. 11. 1962 )

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EMPFEHLUNG

Viel ist derzeit nicht lieferbar : Aber das Diogenes- Bändchen Schatten und Spiegelungen - Eine Art Autobiografie ( 2002 ) gibt einen besonders schönen Einblick in die allmähliche Verfertigung der poetischen Linie beim Zeichnen von Architektur . Ausserdem ist bei der Yale University Press ein hochgelobter Katalog zu den Illuminations erschienen - die Einleitung stammt von niemand Geringerem als Charles Simic.

Untitled 1971 The Saul Steinberg Foundation

( Untitled , 1971 - The Saul Steinberg Foundation )
( Mind the cat !)

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KLANGAPPARAT

Den Klangapparat halten wir angesichts der Steinberg’schen Grafiken bewusst sanft , wenn auch nicht eben passiv kontemplativ : Wie die leicht czz-hoerempfehlungvom Wind gekräuselte Oberfläche eines stehenden Wassers oder das berühmte rieselnde Bächlein gibt sich die beim Netlabel schall herausgekommene EP mit dem treffenden Titel “l´essai” bewusst szizzenhaft und ein bissel naiv . Wir würden diesem offensichtlichen Frieden allerdings kaum trauen : Mit den Künstlern bitume & pier lauern Hechte im Karpfenteich . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. old school ( samedi recolage ) | 02. the rainbOw’s car | 03. smoking water | 04. rich like you |||

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LINKS

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Salon Littéraire | Dieter Sperl : Hitze oder Regen



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Dieter Sperl :

Hitze oder Regen

Hitze_oder_Regen_copyright_Dieter_Sperl

Sein bislang letztes Buch, das der Schriftsteller vor mehr als zwei Jahren abgeschlossen und alsdann einem Verlag zur Veröffentlichung angeboten hatte, kam ihm nun, da es endlich publiziert war und vor ihm auf dem Tisch lag, weit von ihm fortgerückt vor, und voll von Verlangen und Sehnsüchten, die mit ihm kaum noch etwas zu tun hatten.

Beim Wiederlesen schien es ihm sogar, als ob er die möglichen Wirkkräfte der einzelnen kleinen Prosastückchen überhaupt nicht mehr nachvollziehen könne, so fremd waren sie ihm geworden. Diese Partikel noch zu schreibender Geschichten oder noch auszuformender Rhythmen schlugen wohl zu Anfang seines Buches eine gemeinsame, wenn auch bloß atmosphärische Richtung vor, verliefen sich jedoch, von Seite zu Seite immer häufiger, um am Ende im Niemandsland ihrer Möglichkeiten zu versanden. Seiner Frau gegenüber hatte er die Veröffentlichung als sentimentales Gerümpel bezeichnet, als unverständliche Sehnsuchtsgegend, die er dem Leser aufgetischt hatte. Aber als er vor mehr als vier Jahren mit dem Buch anfing, hatte er sich vorgenommen, Geschichten zu schreiben, die wie die Hitze sein sollten, die an besonders heißen Tagen über dem Asphalt schwebte, oder die wie schnelle und überraschende Regenschauer vom Himmel kommen sollten, - berauschend und erfrischend. Jedes literarische Buch müsse stets sinnlich sein und glaubhaft aus Körpersäften bestehen, hatte er seiner Frau gegenüber bemerkt, einen sozialen Raum durchqueren müsse es überdies, um letzten Endes ins Offene zu weisen, wie ein Flugzeug, das mit seiner vielfältigen Besatzung am Himmel eine Kondensspur ziehe, die man Minuten später nicht mehr ausmachen könne. Und etwas, das wahrhaftig universell über jeden gerade gelesenen Satz hinaus treibe, müsse immer zugegen sein, sagte er, eine Art von Leere als Botenstoff, unmissverständlich spürbar, sichtbar in jedem Ausdruck, absolut offen und beweglich. Was in seinem Buch zu lesen stand, waren dagegen eher mit Politik voll geschriebene Gesichtszüge, die in ihren Bedeutungshorizonten relativ festgezurrt waren. Dennoch machte der Schriftsteller ein zufriedenes Gesicht, als er sein Buch betrachtete, während an der Wand rechts von seinem Schreibtisch ein stilles rhombusartiges Sonnenstück erschien, das in jenem Moment, da er es bemerkte, auch schon wieder verschwand. Daraufhin schrieb er die folgende Notiz auf das Deckblatt seines Buches: Jeder Augenblick, der auf mich zutritt, ist noch nie gelebt worden zuvor, solcherart frei von Vorstellungen, - und zugleich ewig während.

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Dieter Sperl

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Blog 4 Burma : July 19th - All quiet on “Martyr’s Day” ?



||| MARTYR’S DAY 1947 | BBC : BRITISH CONSPIRACY ? | MARTYR’S DAY 2008 | FATALE DATEN : 19. 7. 1947 - 7. 7. 1962 - 8. 8. 1988 | 2007 : REVOLUTION DER GREENBACKS ? | BLOG 4 BURMA | LINKS | RELATED

MARTYR’S DAY 1947

BURMA MARTYR S DAY 2008 07 19Eigentlich ist Feiertag . Wäre Feiertag . Ein Feiertag des lachenden und weinenden Auges , erinnert der 19. Juli doch an jenen Morgen vor 61 Jahren , als ein Stosstrupp politischer Rivalen die führenden Proponenten der Unabhängigkeitsbewegung während einer Kabinettssitzung in Rangoon überraschte und kaltblütig niederschoss . Unter den Toten : General Aung San ( bekannt als Spiritus rector der Unabhängigkeit Burmas von der englischen Krone ebenso wie als leiblicher Vater der liberalen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ) , der Beauftragte für Erziehung und Entwicklung , Abdul Razak sowie Aung Sans Bruder U Ba Win . Der Sohn des Letzteren , Dr Sein Win , leitet heute die “Exilregierung” ( NCGUB ) der National League for Democracy .

Als Rädelsführer dieses Meuchelmords an den “Märtyrern” der mit einem demokratischen Kabinett im Januar 1948 real erreichten politischen Unabhängigkeit wurde eine Reihe politischer Revisionisten um Ex- Premier U Saw festgenommen im ( heute noch und wieder notorischen ) Insein- Gefängnis gehängt . Festgenommen wurden allerdings auch zwei britische Offiziere , welche U Saws Bewegung mit Waffen und Munition beliefert hatten . DASS und WIE hartnäckig sich allerdings Verschwörungstheorien hinsichtlich britischer Interessen an der Beseitigung der Führungsspitze hielten und bis heute kolportiert werden , zeigt eine “dramatisierte” BBC- Dokumentation aus dem Jahr 1997 , welche in zwei Teilen via YouTube überliefert ist .

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BBC : BRITISH CONSPIRACY ?

WHO REALLY KILLED AUNG SAN ? - PART 1 ( BBC 1997 , 9:54 )

 

 

WHO REALLY KILLED AUNG SAN ? - PART 2 ( BBC 1997 , 9:37 )

 

 

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MARTYR’S DAY 2008
BURMA MARTYR S DAY 2008 07 19Die üblicherweise am 19. Juli inszenierte staatliche Zeremonie wurde - zumindest für ausländische Diplomaten und Repräsentanten - vor vier Tagen ohne Angaben von Gründen per Aussendung gecancelt ( DVB ) .

In the past a ceremony marking the assassination was held at the Martyr’s Mausoleum in Yangon presided over by the Minister of Culture, but on Saturday for the first time the event will be only hosted by Yangon Mayor Brigadier General Aung Thein Linn, said an official at the Yangon City Authority, who asked to remain anonymous. Invitations to foreign diplomats to attend the ceremony have been cancelled, an Asian diplomat confirmed. No official reason for the downgrading of the ceremony has been announced. ( Asia-Pacific News )

Nachdem bereits gestern vier Angehörige der oppositionellen National League for Democracy in Rangoon festgenommen worden waren ( “The government officials said they needed to ask them some questions.” ) , warnte die NLD ihre Mitglieder vor jedweder öffentlichen Manifestation .

Mit dieser Warnung wird die Opposition auf perfide Weise vom Militärregime als Sprachrohr “interner” Anweisungen missbraucht :

National League for Democracy members in Magwe and Mandalay divisions have been warned by authorities not to plan any events to commemorate Martyrs’ Day on 19 July. Ko Tint Lwin of Yaynanchaung NLD in Magwe said the authorities had told them the government would not mark the day. ‘We were warned by local authorities not to do any of the usual activities we usually do on Martyrs’ Day every year, such as providing meals to monks and merit making’,he said. ‘They said the government has no plans to celebrate the day and we would not be allowed to either.’

Andere regionale Gruppen mussten “agreements” unterzeichnen , entweder ganz auf die Feierlichkeiten oder auf die traditionellen Speise- Gaben an die Mönche zu verzichten . ( DVB , Mizzima ) Mizzima News gibt indes den Willen der NLD kund , “um keinen Preis” auf die Feierlichkeit verzichten zu wollen , auch wenn seitens der Regierung unmissverständliche Zeichen gesetzt wurden :

There is heightened security cordon around the NLD headquarters in Bahan, Shwedagon pagoda, Sule pagoda and Martyrs’ mausoleum. But the NLD is planning to observe Martyrs’ Day at its party headquarters tomorrow. However, there is apprehension that members may be obstructed, beaten up and arrested just as it happened during the 63rd birthday celebrations of Daw Aung Suu Kyi’s last month when the Union Solidarity and Development Association members intervened. ( … ) The government backed USDA and Swanahshin members stormed into the NLD office, beat up and arrested two NLD members and two visitors while the birthday celebrations of Daw Aung Suu Kyi was being held on June 19.

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FATALE DATEN : 19. 7. 1947 - 7. 7. 1962 - 8. 8. 1988

Allgemein geht die Rede von einem forcierten “Downgrading” des National- zum Regional- Feiertag ( Mizzima , Worldwide Public Holidays News , asia observer , Asia-Pacific News ) , trotzdem erinnern Blogs wie Burma Sitmone speziell an den Helden des Tages , General Aung San of Burma bzw. kontrastieren das “Martyrium” des Freiheitshelden am 19. 7. 1947 mit dem 7. 7. 1962 , als mit der Ermordung von 15 demonstrierenden Studenten in Rangoon durch das Schergen des Militär- Putschisten General Ne Win das knapp 14 Jahre währende demokratische Zwischenspiel in Burmas Geschichte ein blutiges Ende fand ( Burmese Bloggers w/o Borders ) . Die nächste schlimme Ziffer rückt ja mit dem 8. 8. 2008 ( Eröffnung der Olympischen Spiele in Perking - 20 Jahre Studentenunruhen in Burma ) heran .

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2007 : REVOLUTION DER GREENBACKS ?

BURMA MARTYR S DAY 2008 07 19Kein Wunder , wenn der “Guardian” von neuen Aufständen raunt und lokale Aktivisten zitiert , welche vom amerikanischem Backing der Septemberunruhen 2007 aus dem Nähkästchen plaudern :

… he spoke openly of how covert western support, primarily from the US State Department-funded National Endowment for Democracy (NED) and its subsidiary, the International Republican Institute (IRI) had been key to the success of the uprising. “The August/September protests were a real test of the training, and we were able to see how effective it has been,” he said.

Soe Aung described mobilisation through Burma’s monasteries and religious institutions. “The US is certainly doing the most for the opposition. There has been real success in training and forming an underground movement through religious organisations and monastic organisations. These provide the best cover inside Burma. The monks can spread their training very effectively,” he said.

According to Brian Joseph, who is in charge of the group’s Burma project, the NED gave $3m to Burma in 2007. “We would send more, but there is a limit to what you can do in Burma,” he said. Opposition activists inside and outside Burma said improvements in political awareness and spread of information were thanks in large part to NED-funded projects, but also to the introduction of the internet to Burma in 2003.

In one of the largest of Mandalay’s 100 Buddhist monasteries, the monks say they are preparing for a new uprising. “There is so much anger here. We are preparing, we hope, for an uprising in the coming September. We are ready,” said a senior instructor. He described how Americans and Europeans have been training groups of core monk activists in basic civil disobedience tactics, as well as advising them in crafting an overall strategy.

National Endowment for Democracy ( NED ) , International Republican Institute ( IRI ) - diese Adressen wird man sich zweifellos merken .

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czz-blog4burma-inadaequat

BLOG 4 BURMA

Seit Oktober 2007 hat sich das internationale und selbstorganisierende Netzwerk BLOG 4 BURMA allmählich konsolidiert . Engagierte Blogger aus Deutschland , Frankreich , Spanien , der Schweiz und Österreich sind konsequent beim Thema geblieben , Freunde kamen hinzu , kurzfristige Trittbrettfahrer sind abgesprungen . Der gemeinsame RSS- Feed liefert täglich neue Aspekte und Perspektiven :

Mit der Release von RAMBO IV auf DVD rückt für Birma News United ereut das Schicksal der Karen- Volksgruppe in den Fokus der Betrachtung , Kathy liefert dazu das Video “A Secret Genocide” und fragt rhetorisch : “A quand un mandat d’arrêt international contre Than Shwe et ses complices ?” - Via Korruption , so Jonas M. Lanter , seien “Burmas Generäle steinreich” und waren skrupellos genug , das Chaos während des Zyklons Nargis ( > Erinnerung an dessen exquisite Chronik ! ) dafür zu nutzen , Gefangene des Insein- Gefängnisses hinzurichten .

Die Amplituden des Diskurses zwischen “Naturnaher Idylle” und “Terror-Regime” hat adaequat beobachtet . Birmania libre hatte Aung San Suu Kyi zum Geburtstag gratuliert - ob man der weiterhin unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin unter obgenannten Umständen freilich fröhlich “Feliz cumpleaños” wünschen kann , bleibt fraglich . Und noch einmal Kathy mit einer Erinnerung an das Datum des 7. 7. 1962 im Sinne eines “journée de deuil” . All dies sollte , so News Headquarter , nicht das “Verfassungs- Referendum im DDR-Style” genauso wenig vergessen lassen wie die Tatsache , dass die Junta neuerdings Burma die Nutzung von Proxy- Servern unterbindet ( khaipi ) . Olivier schreibt die Tagesaktualität per Linksammlung mit und blickt auf die August- Visite des UN- Sonderkommissärs Ibrahim Gambari und erinnert an die US Campaign for Burma .

So viel drin , in diesem Feed .

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LINKS

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RELATED

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Vienna Windows I : GLÜCK



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Manche wollen es bei Tage gesehen haben …

Fenster_HAPPINESS_1070_copyright_Christiane_Zintzen

( 1070 Wien )

Andere hinwiederum erkennen es eher im Negativ .

Fenster_HAPPINESS_1070_copyright_Christiane_Zintzen

( Juli 2008 )

Gemein | de | bau | hin nennt man es wohl : “Das Glück” .

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KLANGAPPARAT

Fast ganz glücklich darf man über , auf und in den Zonen des Netlabels zimmerlautstärke sein ( beachte : die konsequent expressionistisch- czz-hoerempfehlungsurrealistische Grafik ) , wo der im Aachener Raum amtierende DJ Da Face ( MySpace ) unter der schönen Seriennummer 033 einen gelungenen “sonntag morgen” hinlegt . Mehr kann man zwischen Sequenzer und Atari zum obgenannten Thema nicht verlangen : Lässiges Understatement mit Takt und Intelligenz . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. sonntag morgen ( 6:09 ) | 02. sonic the hegdog ( 3:04 ) | 03. into space ( 6:24 ) | 04. train of mushrooms ( 6:24 ) | 05. jump n run ( 3:36 ) |||

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NEUES VON FREUNDEN



RAdio Apparat

||| LITBLOGS.NET DIGEST| RINCKS FLORLEGIUM | ANGELIKA REITZER : PRIESSNITZ- STATT BACHMANN- PREIS | KUNSTRADIO : RE- INVENTING @ REVOLVER | KUNSTRADIO : HOMMAGE À HEIDI GRUNDMANN | KLANGAPPARAT

LITBLOGS.NET DIGEST

czz-neuesvonfreundenNach längeren Absenzen ist das Termin- und Turbulenzen- Team wieder ausgerückt , Neues aus den lokalen , fremdwendigen und freundlichen Netzwerken zu sammeln und in|ad|ae|qu|at zu präsentieren .

In nahezu eigener Angelegenheit wird freilich zunächst auf das Erscheinen des vierteljährlichen Digest aus den Gesammelten Werken des Netzwerks literarischer Blogs ( litblogs.net ) hinzuweisen : Leserzeichen # 2 bietet je ein Werkstück aud den assoziierten Blogs

Zur Poetologie der einzelnen Blogs haben wir ein ander Mal gehandelt . Das Digest & Blogilegium ist auf dieser Seite zu betrachten sowie per RSS- Feed zu abonnieren .

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RINCKS FLORLEGIUM

czz-neuesvonfreundenDie assortierte Begriffsliste aus dem Begriffsstudio der Salon Littéraire- Autorin Monika Rinck ist per Frisch- Lieferung soeben eingetroffen . Wir bemerken und geniessen sommerlich , der aktuelle Hang zu Kühlaggregaten aller Art :

2520 flusslandschaft mit kellereingang
2521 edelrohbauphase
2522 scheckige schönheit
2523 hämeneutik
2524 der spätkauf der häme
2525 mit erhobener haut
2526 königin der langen nacht der dummheit
2527 in der sauerstoffschuld
2528 beispielswiese
2529 débondieuser (entliebergottisieren)
2530 caperationen von pferden und helmzierden sowie unmengen anmutiger schlitten
2531 ein flammender kelch (das flügelgelenk)
2532 gewaltiges wolkenpferd
2533 lorenzo lotto: mann mit tierpranke
2534 master of the beheading of st. john
2535 zum schutz der empfindlich austreibenden bambussprosse
2536 als hausmeister der welt
2537 horse-gliding
2538 die wiederholung
2539 faustische schubumkehr
2540 bewegtheit im thesenhafen
2541 die türklinge
2542 instabilder (body)
2543 im heuhochdeutschen (the god of hay)
2544 formstabil verschichtete wollfasern
2545 filled with mindness
2546 filled with mindmess
2547 alternatives to pain
2548 croissant terrible
2549 festnetzwaldschrat

Weitere Erfrischungen @ Salon Littéraire sowie @ Begriffsstudio Monika Rinck .

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ANGELIKA REITZER : PRIESSNITZ- STATT BACHMANN- PREIS

czz-neuesvonfreunden“”Wie nervend darf ein Text sein ?” hatte der Redakteur der “Presse” anlässlich der Lesung Angelika Reitzers beim Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb sein Mütchen gekühlt . Wenig später erscheint nun eine Meldung , welche die Stimmung der Autorin sowie der Proponenten einer etwas komplizierteren Literatur wieder versöhnen dürfte : Denn eben wird bekannt , dass Angelika Reitzer den Reinhard- Priessnitz- Preis 2008 erhalten wird .

Die Begründung der Jury ( Gustav Ernst @ kolik , Robert Schindel ) :

Angelika Reitzer beeindruckt durch ihren souveränen Umgang mit Sprache. Ihre poetischen Bilder bestechen durch Präzision und Sparsamkeit. Im gekonnten Einsatz von Schnitten und Überblendungen, von Schärfe und Unschärfe und Lichtführung wird ihr Blick Kamera und ihre Erzählungen werden gleichsam zu Filmen .

Als Laudatorin wird die jetzt als selbständige Konsulentin und Veranstalterin arbeitende Valerie Besl auftreten . Die Überreichung des mit 3.700 Euro dotierten Preises findet am Montag , 27. Oktober 2008 , 20.00 Uhr , im Literaturhaus Wien statt . ( Man erinnere sich an Ann Cotten im Vorjahr ! )

Heute , 17. 7. liest Angelika Reitzer übrigens im Wiener MuQua im Rahmen des Sommer- Literatur- Festivals “O- Töne” ( 20:30 Uhr ) .

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KUNSTRADIO : RE- INVENTING @ REVOLVER

czz-neuesvonfreundenDass und wie RADIOKUNST nicht nur klingt , sondern durchaus auch des theoetischen Denkens fähig ist , erweist ein mit 544 Seiten stolzer -Essayband , welcher soeben im Revolver- Verlag ( Frankfurt ) erschienen ist : “Re-Inventing Radio – Aspects of Radio as Art” . Der von Heidi Grundmann , Elisabeth Zimmermann , Reinhard Braun u. a. herausgegebene Sammelband formuliert sich durchwegs in englischer Sprache , gleichwohl sei ein Teil des Thesentextes in deutscher Zunge zitiert :

Während einmal mehr der Tod des Radios als Massenmedium vorausgesagt wird, zeigen aktuelle Entwicklungen der Übertragungstechnik, was lange bekannt war: beim Radio geht es nicht um die Übertragung von Sound sondern von Signalen. Nach mehr als einem Jahrhundert der Erneuerung, Aneignung und Veränderung wird das Radio heute in grossem Stil von neuem erfunden, um zu werden, was es immer schon war: ein Kommunikationsraum im weitest möglichen Sinn. Von diesem Ansatz her wendet sich das Buch ‘Re-Inventing Radio’ in einem grossen Bogen auch den Anfängen des Radios zu, das eine Kommunikationstechnik war, bevor es in ein Massenmedium verwandelt wurde. Angesichts eines ständig zwischen unterschiedlichen Polen oszillierenden Begriffes von ‘Radio’ kann weder von einer einheitlichen Geschichte des Radios noch von einer solchen Radiokunst die Rede sein. Der Band ‘Re-Inventing Radio’ versammelt internationale Medientheoretiker, KunsthistorikerInnen, KuratorInnen und vor allem KünstlerInnen, die eine solche einheitliche Geschichte in ihren unterschiedlichen Perspektiven, Zugriffen und Konzepten als Fiktion verdeutlichen - ohne allerdings Bezüge zu kunsthistorischen Entwicklungen wie z.B. Konzeptkunst, Mail Art, Fluxus oder Telekommunikationskunst zu verleugnen. ( mehr … )

Die Beiträge haben mehrere Generationen der dem von Heidi Grundmann gegründeten ORF- KUNSTRADIO verbundenen , vernetzten und mitdenkenden Künstler , Autoren , Kuratoren und Musiker gestaltet . Um nur einen Bruchteil der Netz- und Text- Denkenden zu nennen : Robert Adrian , Inke Arns , Johannes Auer , Robert Barry